IT-Wissen

IT-Begriffe, verständlich erklärt.

173 Begriffe aus IT und IT-Sicherheit, so erklärt, dass man sie ohne Technikstudium versteht. Mit dem, was der Begriff für Ihren Betrieb bedeutet.

Angriffe und Betrug

Wie Angreifer vorgehen und woran man es erkennt.

APT (Advanced Persistent Threat)Langfristig geplanter, gezielter Angriff gut ausgestatteter Gruppen, die sich unbemerkt im Netzwerk festsetzen und lange bleiben.BackdoorVersteckter Zugang zu einem System, über den jemand an der normalen Anmeldung und den Schutzmaßnahmen vorbei hineinkommt.BotnetzNetzwerk aus vielen gekaperten Geräten, die Kriminelle aus der Ferne gemeinsam steuern, etwa für Spam oder Überlastungsangriffe.Brute-Force-AngriffAngriff, bei dem ein Programm automatisch unzählige Passwörter durchprobiert, bis eines passt.CEO-Fraud (Chef-Masche)Betrugsmasche, bei der Täter sich als Chef ausgeben und Mitarbeiter zu einer dringenden, vertraulichen Überweisung drängen.Credential StuffingAngriff mit gestohlenen Zugangsdaten aus einem Datenleck, die automatisch bei vielen anderen Diensten ausprobiert werden.Cross-Site-Scripting (XSS)Angriff, bei dem Schadcode in eine Webseite eingeschleust wird, der dann im Browser anderer Besucher ausgeführt wird.CyberangriffEin Cyberangriff ist jeder gezielte Versuch, über das Netz in IT-Systeme einzudringen, sie zu stören oder Daten zu stehlen.DarknetVersteckter Teil des Internets, der nur mit spezieller Software erreichbar ist und unter anderem als Marktplatz für gestohlene Daten dient.DatenleckVorfall, bei dem vertrauliche Daten unberechtigt nach außen gelangen, sei es durch einen Angriff, einen Fehler oder Nachlässigkeit.DDoS-AngriffÜberlastungsangriff, bei dem viele Geräte gleichzeitig ein System mit Anfragen fluten, bis es nicht mehr erreichbar ist.Deepfake und Voice-CloningMit KI gefälschte Videos, Bilder oder Stimmen, die echten Personen täuschend ähnlich sehen oder klingen.Drive-by-DownloadUnbemerktes Einschleusen von Schadsoftware beim bloßen Besuch einer manipulierten Webseite, ganz ohne bewussten Download.ExploitProgramm oder Methode, mit der ein Angreifer eine bestimmte Sicherheitslücke gezielt ausnutzt.HackerHacker sind Menschen, die in IT-Systeme eindringen. Im Alltag meint man damit meist Kriminelle, die Daten stehlen oder Geld erpressen.InfostealerSchadsoftware, die gespeicherte Passwörter, Browser-Sitzungen und andere Zugangsdaten von einem Gerät abgreift und an Täter schickt.Insider-BedrohungRisiko durch Personen mit legitimem Zugang wie Mitarbeiter, Ex-Mitarbeiter oder Dienstleister, ob absichtlich oder aus Versehen.KeyloggerProgramm oder kleines Gerät, das jeden Tastenanschlag aufzeichnet und so Passwörter und vertrauliche Eingaben mitliest.MalwareOberbegriff für jede Art von Schadsoftware, also Programme, die ohne Ihr Wissen Daten stehlen, beschädigen oder Geräte missbrauchen.Man-in-the-Middle-AngriffAngriff, bei dem sich jemand unbemerkt zwischen zwei Gesprächspartner schaltet und deren Datenverkehr mitliest oder verändert.MFA-Fatigue (Push-Bombing)Angriff, bei dem Täter mit gestohlenem Passwort so viele MFA-Anfragen auslösen, bis das Opfer genervt oder versehentlich zustimmt.Password SprayingAngriff, bei dem wenige häufige Passwörter bei sehr vielen Konten durchprobiert werden, um Sperren und Alarme zu umgehen.PhishingBetrügerische Nachricht, die echt aussieht und Sie dazu bringen soll, Zugangsdaten preiszugeben, einen Anhang zu öffnen oder Geld zu überweisen.Quishing (QR-Code-Phishing)Phishing über einen QR-Code, der statt auf die erwartete Seite auf eine gefälschte Anmelde- oder Zahlungsseite führt.RansomwareErpressungssoftware, die Daten verschlüsselt oder stiehlt und sie nur gegen Lösegeld wieder freigeben soll.Rechnungsbetrug (Business E-Mail Compromise)Täter schleusen sich in den E-Mail-Verkehr ein und ändern die Bankverbindung auf einer Rechnung, damit Zahlungen auf ihr Konto gehen.RootkitSchadsoftware, die sich tief im Betriebssystem versteckt, um unentdeckt zu bleiben und Angreifern dauerhaft Zugriff zu sichern.Session-Hijacking (Cookie-Diebstahl)Übernahme einer bereits angemeldeten Sitzung, indem Angreifer das Sitzungs-Cookie stehlen und so Passwort und MFA umgehen.SicherheitslückeFehler in Software, Hardware oder Konfiguration, der es Angreifern ermöglicht, Schutzmaßnahmen zu umgehen.SIM-SwappingBetrug, bei dem Täter Ihre Handynummer auf eine eigene SIM-Karte übertragen lassen und so SMS-Codes und Anrufe abfangen.SmishingPhishing per SMS oder Messenger, meist mit einem Link zu einer angeblichen Paketzustellung, Bank oder Behörde.Social EngineeringManipulation von Menschen, um an Informationen, Zugänge oder Geld zu kommen, ohne dafür Technik knacken zu müssen.Spear-PhishingGezielte Phishing-Nachricht an eine bestimmte Person, vorbereitet mit echten Details aus deren Arbeitsumfeld.SpoofingFälschen einer Absenderangabe, etwa einer E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder Website, damit eine Nachricht vertrauenswürdig wirkt.SpywareSoftware, die heimlich mitliest, was auf einem Gerät passiert, und diese Informationen an Dritte weiterleitet.SQL-InjectionAngriff auf Webanwendungen, bei dem eingeschleuste Datenbankbefehle über Eingabefelder Daten auslesen oder verändern.Supply-Chain-AngriffAngriff über einen Lieferanten, Softwarehersteller oder Dienstleister, dem Sie vertrauen, um so in Ihre eigenen Systeme zu gelangen.Tech-Support-BetrugMasche, bei der falsche Techniker per Anruf oder Warnfenster einen PC-Fehler vortäuschen und Fernzugriff oder Geld verlangen.TrojanerSchadprogramm, das sich als nützliche Datei oder Software tarnt und im Hintergrund Angreifern Zugriff verschafft.Typosquatting (Doppelgänger-Domains)Registrierung von Domains, die einer echten Adresse zum Verwechseln ähneln, um Tippfehler und flüchtige Blicke auszunutzen.VishingBetrug per Telefonanruf, bei dem sich Täter als Bank, Behörde, Microsoft-Support oder IT-Dienstleister ausgeben.Wiper-MalwareSchadsoftware, die Daten unwiederbringlich löscht oder zerstört, ohne dass ein Lösegeld die Rettung ermöglichen würde.WurmSchadprogramm, das sich selbstständig über das Netzwerk von Gerät zu Gerät verbreitet, ohne dass jemand etwas anklicken muss.Zero-Day-LückeSicherheitslücke, die Angreifer bereits ausnutzen, bevor der Hersteller davon weiß oder ein Update bereitstellen kann.

Schutz und Abwehr

Was Ihre IT gegen Angriffe absichert.

Application Control (Anwendungs-Whitelisting)Application Control erlaubt auf Ihren Geräten nur freigegebene Programme. Alles Unbekannte wird blockiert, bevor es starten kann.Bedingter Zugriff (Conditional Access)Bedingter Zugriff prüft bei jeder Anmeldung Ort, Gerät und Risiko und entscheidet danach, ob der Zugang erlaubt, erschwert oder gesperrt wird.CVE und CVSSCVE ist die weltweit eindeutige Nummer einer Sicherheitslücke, CVSS bewertet ihre Schwere auf einer Skala von 0 bis 10.Darknet-ÜberwachungDarknet-Überwachung sucht laufend nach Zugangsdaten und Firmendaten Ihres Betriebs, die in Hackerforen oder Datenlecks auftauchen.DNS- und WebfilterEin DNS- oder Webfilter verhindert, dass Geräte gefährliche oder unerwünschte Webseiten überhaupt erreichen, noch bevor eine Verbindung entsteht.E-Mail-VerschlüsselungE-Mail-Verschlüsselung sorgt dafür, dass nur der vorgesehene Empfänger den Inhalt einer Nachricht lesen kann, auch wenn sie unterwegs abgefangen wird.EDR (Endpoint Detection and Response)EDR überwacht laufend, was auf PCs und Servern passiert, erkennt verdächtiges Verhalten und kann ein Gerät bei Angriffen sofort isolieren.FestplattenverschlüsselungFestplattenverschlüsselung schützt den gesamten Inhalt eines Datenträgers, sodass ein gestohlenes Gerät ohne Schlüssel nicht lesbar ist.FirewallEine Firewall kontrolliert den Datenverkehr zwischen Ihrem Netzwerk und dem Internet und lässt nur erlaubte Verbindungen durch.HärtungHärtung bedeutet, Systeme auf das Nötige zu beschränken und unsichere Voreinstellungen abzuschalten, damit Angreifer weniger Angriffsfläche finden.IDS und IPSIDS und IPS beobachten den Netzwerkverkehr auf Angriffsmuster: Das IDS meldet Auffälliges, das IPS blockiert es zusätzlich sofort.IT-Inventar (Asset-Management)Asset-Management ist das laufend gepflegte Verzeichnis aller Geräte, Programme und Lizenzen eines Betriebs, samt Zuständigkeit und Zustand.IT-NutzungsrichtlinieEine IT-Nutzungsrichtlinie regelt schriftlich, wie Mitarbeiter Computer, E-Mail, Internet und Firmendaten verwenden dürfen.IT-Sicherheitsanalyse (Audit)Eine IT-Sicherheitsanalyse prüft systematisch, wie gut ein Betrieb gegen Angriffe und Ausfälle geschützt ist, und zeigt, wo nachgebessert werden muss.LAPS (lokale Administrator-Kennwörter)LAPS ist eine Windows-Funktion, die jedem PC ein eigenes, zufälliges Administrator-Kennwort gibt und es automatisch regelmäßig wechselt.Least Privilege (minimale Rechte)Least Privilege heißt: Jede Person und jedes Programm bekommt nur die Rechte, die für die eigene Arbeit wirklich nötig sind.MDR (Managed Detection and Response)Bei MDR überwacht ein externes Team Ihre Sicherheitssysteme rund um die Uhr und greift bei einem Angriff sofort ein.Mehrfaktor-Authentifizierung (MFA, 2FA)Bei der Mehrfaktor-Authentifizierung braucht die Anmeldung neben dem Passwort einen zweiten Nachweis, etwa eine Bestätigung am Handy.Netzwerksegmentierung (VLAN)Netzwerksegmentierung teilt das Firmennetz in getrennte Bereiche, damit ein Problem in einem Bereich nicht auf alle anderen übergreift.PasskeyEin Passkey ersetzt das Passwort durch einen digitalen Schlüssel auf Ihrem Gerät, den Sie per Fingerabdruck, Gesicht oder PIN freigeben.PasswortmanagerEin Passwortmanager speichert alle Zugangsdaten verschlüsselt an einem Ort und erzeugt für jeden Dienst ein eigenes, starkes Passwort.PasswortrichtlinieEine Passwortrichtlinie legt fest, wie Kennwörter im Betrieb aussehen müssen und wie mit ihnen umgegangen wird.Patch-ManagementPatch-Management sorgt dafür, dass Sicherheitsupdates für Betriebssysteme und Programme geplant, geprüft und zeitnah eingespielt werden.PenetrationstestBei einem Penetrationstest greifen beauftragte Fachleute Ihre IT gezielt an, um Schwachstellen zu finden, bevor Kriminelle es tun.Privileged Access Management (PAM)Privileged Access Management schützt und kontrolliert Konten mit Administratorrechten, damit diese mächtigen Zugänge nicht missbraucht werden.SandboxEine Sandbox ist ein abgeschotteter Testraum, in dem verdächtige Dateien probeweise laufen, ohne echte Rechner oder Daten zu gefährden.SchwachstellenscanEin Schwachstellenscan prüft Geräte und Systeme automatisch auf bekannte Sicherheitslücken, fehlende Updates und unsichere Einstellungen.Secure Boot und TPMSecure Boot und TPM sichern den Startvorgang eines PCs ab und schützen Schlüssel, damit manipulierte Software beim Einschalten keine Chance hat.Security Awareness (Mitarbeiterschulung)Security Awareness bedeutet, Mitarbeiter so zu schulen, dass sie Betrugsversuche erkennen und im Zweifel richtig reagieren.SIEMEin SIEM sammelt Protokolle von Servern, Firewall und Cloud an einer Stelle und wertet sie aus, um Angriffe und Auffälligkeiten zu erkennen.Single Sign-on (SSO)Single Sign-on bedeutet: einmal anmelden und danach ohne weitere Passwörter auf alle freigegebenen Programme und Cloud-Dienste zugreifen.SOC (Security Operations Center)Ein SOC ist ein Team von Sicherheitsfachleuten, das IT-Systeme laufend überwacht, Angriffe erkennt und Gegenmaßnahmen einleitet.SpamfilterEin Spamfilter sortiert unerwünschte und gefährliche E-Mails aus, bevor sie im Postfach Ihrer Mitarbeiter landen.SPF, DKIM und DMARCSPF, DKIM und DMARC sind DNS-Einträge, mit denen Empfänger prüfen können, ob eine E-Mail wirklich von Ihrer Domain stammt.UTM-FirewallEine UTM-Firewall bündelt Firewall, Virenprüfung, Webfilter, VPN und Spamschutz in einem Gerät am Internetanschluss.VerschlüsselungVerschlüsselung macht Daten mit einem Schlüssel unlesbar, sodass nur Berechtigte sie wieder in lesbare Form bringen können.VirenschutzVirenschutz ist Software, die Schadprogramme auf PCs und Servern erkennt, blockiert und entfernt, bevor sie Schaden anrichten.VPNEin VPN baut einen verschlüsselten Tunnel durch das Internet, über den Sie von außen sicher auf das Firmennetz zugreifen.XDR (Extended Detection and Response)XDR verknüpft Warnungen von Endgeräten, E-Mail, Firewall und Cloud-Konten, damit ein Angriff als Gesamtbild erkennbar wird.Zero TrustZero Trust ist ein Sicherheitsprinzip, bei dem kein Gerät und kein Benutzer automatisch vertraut wird, auch nicht im eigenen Netzwerk.

Datensicherung und Notfall

Damit ein Ausfall kein Totalverlust wird.

3-2-1-RegelFaustregel für die Datensicherung: drei Kopien Ihrer Daten, auf zwei verschiedenen Speichermedien, davon eine an einem anderen Ort.Backup (Datensicherung)Ein Backup ist eine Kopie Ihrer Daten an einem zweiten Ort, mit der Sie nach Verlust, Defekt oder Angriff alles wiederherstellen können.Business Continuity Management (BCM)Planung, wie ein Betrieb bei IT-Ausfall, Brand oder Personalausfall weiterarbeiten kann und welche Abläufe Vorrang haben.Disaster RecoveryAlle Vorkehrungen und Abläufe, mit denen ein Betrieb seine IT nach einem schweren Ausfall wieder zum Laufen bringt.E-Mail-ArchivierungDas automatische, manipulationssichere Aufbewahren aller ein- und ausgehenden E-Mails, damit sie über Jahre vollständig auffindbar bleiben.FailoverAutomatisches oder manuelles Umschalten auf ein Ersatzsystem, wenn das Hauptsystem ausfällt.GeoredundanzDaten oder Systeme an mehreren räumlich getrennten Standorten, damit ein lokales Ereignis nicht alles auf einmal trifft.HochverfügbarkeitEine Bauweise, bei der wichtige Systeme doppelt vorhanden sind, damit der Betrieb weiterläuft, wenn eine Komponente ausfällt.Incident ResponseDas geordnete Vorgehen bei einem Sicherheitsvorfall: erkennen, eindämmen, Ursache klären, Systeme bereinigen und wieder in Betrieb nehmen.IT-NotfallplanEin schriftlicher Leitfaden, der festlegt, wer bei einem IT-Ausfall oder Angriff was tut, wen man anruft und welche Systeme Vorrang haben.RAIDEin Verbund mehrerer Festplatten, der so arbeitet, dass der Ausfall einer einzelnen Platte nicht zum Datenverlust führt.RTO und RPOZwei Kennzahlen für den Notfall: wie lange ein System ausfallen darf (RTO) und wie viele Daten dabei verloren gehen dürfen (RPO).SnapshotMomentaufnahme eines Systems oder Datenträgers, zu der man später schnell zurückkehren kann.Unveränderbares Backup (Immutable Backup)Eine Datensicherung, die für eine festgelegte Zeit niemand löschen oder verändern kann, auch kein Angreifer mit Administratorrechten.USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung)Ein Gerät mit Akku, das bei Stromausfall die IT weiterversorgt, damit Server geordnet herunterfahren und nichts beschädigt wird.VersionierungFunktion, die ältere Stände einer Datei aufbewahrt, sodass man zu einer früheren Fassung zurückkehren kann.WiederherstellungstestEine geplante Probe, bei der Daten oder Systeme aus dem Backup zurückgeholt werden, um zu sehen, ob die Sicherung wirklich funktioniert.

Gesetze und Normen

Was Gesetzgeber und Auftraggeber verlangen.

AufbewahrungspflichtDie gesetzliche Pflicht, Bücher, Belege und Geschäftspapiere vollständig und unverändert aufzuheben, in Österreich grundsätzlich sieben Jahre.Auftragsverarbeitung (AVV)Ein Vertrag nach DSGVO, den Sie brauchen, wenn ein externer Dienstleister in Ihrem Auftrag mit personenbezogenen Daten arbeitet.Barrierefreiheitsgesetz (BaFG)Österreichisches Gesetz, nach dem bestimmte Produkte und Dienstleistungen, etwa Online-Shops, seit 28. Juni 2025 barrierefrei sein müssen.Cyber Resilience ActEU-Verordnung mit Mindestanforderungen an die Sicherheit von Hard- und Software mit digitalen Elementen, die in der EU verkauft werden.CyberversicherungEine Versicherung, die finanzielle Folgen eines Cyberangriffs abfedert, etwa Kosten für Wiederherstellung, Betriebsausfall und Experten.DatenschutzbeauftragterEine fachkundige Person, die einen Betrieb in Datenschutzfragen berät und die Einhaltung der DSGVO überwacht. Nur in bestimmten Fällen Pflicht.DORAEU-Verordnung zur digitalen Widerstandsfähigkeit im Finanzsektor, seit 17. Jänner 2025 verbindlich für Banken, Versicherungen und andere.DSGVODie EU-Datenschutz-Grundverordnung regelt, wie Betriebe personenbezogene Daten erheben, speichern, schützen und löschen dürfen.E-RechnungEine Rechnung in einem strukturierten Datenformat, das die Buchhaltungssoftware des Empfängers direkt einlesen kann, ohne Abtippen.Elektronische SignaturEine digitale Unterschrift, mit der sich Dokumente rechtsgültig unterzeichnen lassen. Die qualifizierte Form gilt grundsätzlich wie eine eigenhändige.Hinweisgebersystem (HSchG)Ein vertraulicher Meldekanal, über den Mitarbeiter Missstände im Betrieb melden können. Ab 50 Beschäftigten in Österreich Pflicht.ISO/IEC 27001Internationale Norm für ein Managementsystem zur Informationssicherheit, nach der sich Unternehmen extern zertifizieren lassen können.LöschkonzeptEin schriftlicher Plan, welche Daten ein Betrieb wie lange aufbewahrt und wann und wie sie gelöscht werden.Meldepflicht bei DatenpannenDie gesetzliche Pflicht, eine Datenpanne mit Risiko für Betroffene binnen 72 Stunden der Datenschutzbehörde zu melden.NIS2 und NISG 2026EU-Richtlinie für Cybersicherheit, in Österreich als NISG 2026 seit 1. Oktober 2026 in Kraft. Sie verpflichtet viele mittlere und große Betriebe.TISAXEin Prüfverfahren der Autoindustrie, mit dem Zulieferer und Dienstleister nachweisen, dass sie vertrauliche Daten sicher behandeln.TOMs (technische und organisatorische Maßnahmen)Die technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen, mit denen ein Betrieb nach DSGVO personenbezogene Daten absichern muss.

Netzwerk und Internet

Wie Ihre Geräte miteinander und mit dem Internet verbunden sind.

Access PointEin Access Point ist ein Gerät, das ein WLAN aufspannt und drahtlose Geräte mit dem Firmennetzwerk verbindet.Bandbreite und LatenzBandbreite gibt an, wie viele Daten pro Sekunde durch eine Leitung passen. Latenz misst, wie lange ein Datenpaket unterwegs ist.DHCPDHCP vergibt Geräten im Netzwerk automatisch eine IP-Adresse und die nötigen Einstellungen, sobald sie sich verbinden.DNSDNS ist das Telefonbuch des Internets: Es übersetzt Namen wie eine Webadresse in die IP-Adresse des passenden Servers.DomainEine Domain ist der Name Ihres Betriebs im Internet, unter dem Website und E-Mail-Adressen erreichbar sind.Gäste-WLANEin eigenes Funknetz für Besucher, Kunden oder Hotelgäste, das ins Internet führt, aber vom Firmennetz vollständig getrennt ist.IMAP, POP3 und SMTPDrei Verfahren für E-Mails: SMTP verschickt Nachrichten, IMAP und POP3 holen sie vom Server ab, jeweils auf andere Art.IoT (Internet der Dinge)IoT (Internet der Dinge) meint Geräte, die keine Computer sind und trotzdem am Netzwerk hängen: Kameras, Drucker, Heizung, Zutritt.IP-AdresseEine IP-Adresse ist die Nummer, unter der ein Gerät in einem Netzwerk oder im Internet erreichbar ist.IPv6IPv6 ist die neuere Version der Internetadressen, mit einem riesigen Adressraum, der jedem Gerät eine eigene weltweite Adresse ermöglicht.Mesh-WLANMehrere WLAN-Sender, die sich untereinander abstimmen und zusammen ein einziges, durchgehendes Funknetz über mehrere Räume oder Etagen bilden.NATNAT übersetzt die internen Adressen Ihrer Bürogeräte in die eine öffentliche Adresse, mit der Ihr Betrieb im Internet auftritt.PoE (Power over Ethernet)PoE versorgt Geräte wie Telefone, Kameras oder Access Points über das Netzwerkkabel mit Strom, ein eigenes Netzteil entfällt.Port und PortweiterleitungEin Port ist eine Nummer, über die ein Gerät Datenverkehr dem richtigen Dienst zuordnet. Portweiterleitung öffnet ihn nach außen.Remote Desktop (RDP)RDP ist das Microsoft-Verfahren, mit dem man sich über das Netzwerk auf einen entfernten Windows-Rechner oder Server schaltet und ihn bedient.RouterEin Router verbindet Ihr Büronetz mit dem Internet und leitet Daten zwischen verschiedenen Netzen weiter.SSL/TLS-ZertifikatEin SSL/TLS-Zertifikat bestätigt die Identität einer Website und ermöglicht eine verschlüsselte Verbindung, erkennbar am Schloss.SwitchEin Switch verbindet Computer, Drucker und andere Geräte im Büro per Kabel zu einem gemeinsamen Netzwerk.WebhostingWebhosting ist der gemietete Speicherplatz auf einem Server, auf dem Ihre Website liegt und von dem aus sie im Internet erreichbar ist.WLANWLAN ist ein drahtloses Netzwerk, über das Notebooks, Handys und andere Geräte per Funk ins Firmennetz und ins Internet kommen.

IT im Betrieb

Die Technik, mit der Ihr Büro jeden Tag arbeitet.

Active DirectoryActive Directory ist der Verzeichnisdienst von Microsoft, der Benutzer, Computer und Rechte im Firmennetz zentral verwaltet.ClientEin Client ist ein Gerät oder Programm, das Dienste eines Servers nutzt, meist der Arbeitsplatzrechner im Büro.CloudCloud bedeutet, dass Programme, Daten oder Rechenleistung in einem fremden Rechenzentrum liegen und über das Internet genutzt werden.DMS (Dokumentenmanagement)Ein DMS (Dokumentenmanagementsystem) legt Dokumente digital, geordnet und durchsuchbar ab, vom Posteingang bis zur Archivierung.End of Life (Support-Ende)End of Life bedeutet, dass der Hersteller ein Produkt nicht mehr unterstützt und keine Sicherheitsupdates mehr dafür liefert.ERP-SystemEin ERP-System ist die zentrale Unternehmenssoftware, in der Einkauf, Lager, Verkauf, Buchhaltung und oft auch Personal zusammenlaufen.ExchangeExchange ist das Mailsystem von Microsoft für Firmen: Es verwaltet E-Mails, Kalender und Kontakte aller Mitarbeiter an zentraler Stelle.FernwartungBei der Fernwartung greift ein Techniker über das Internet auf Ihren Computer zu, um zu helfen, ohne vor Ort zu sein.Hybrid CloudEine Hybrid Cloud verbindet eigene Server im Betrieb mit Cloud-Diensten, sodass beide zusammenarbeiten.HypervisorEin Hypervisor ist die Software, die auf einem physischen Server mehrere virtuelle Computer gleichzeitig und getrennt laufen lässt.IT-DokumentationDie IT-Dokumentation hält fest, welche Geräte, Programme, Zugänge und Einstellungen es im Betrieb gibt und wie sie zusammenhängen.Künstliche Intelligenz (KI)Künstliche Intelligenz (KI) ist Software, die aus vielen Beispielen Muster lernt und damit Texte, Bilder oder Einschätzungen erzeugt.LizenzmanagementLizenzmanagement bedeutet, den Überblick zu behalten, welche Software ein Betrieb nutzen darf, auf wie vielen Geräten und wie lange.LLM (großes Sprachmodell)Ein LLM (Large Language Model) ist ein KI-Modell, das mit riesigen Textmengen trainiert wurde und selbst Texte formulieren kann.Lokale KI (eigene KI-Server)Lokale KI heißt, dass ein KI-Modell auf eigenen Servern läuft und Anfragen samt Daten nicht an fremde Cloud-Dienste gehen.Managed ServicesManaged Services heißt: Ein IT-Dienstleister betreut Ihre IT laufend zu festen Bedingungen, statt nur bei Problemen zu kommen.MDM (Mobile Device Management)MDM ist eine Software, mit der ein Betrieb Firmenhandys, Tablets und Notebooks zentral einrichtet, absichert und verwaltet.Microsoft 365Microsoft 365 ist ein Abo-Paket von Microsoft mit Office-Programmen, E-Mail, Cloud-Speicher und Teams.Microsoft Entra IDMicrosoft Entra ID ist der Cloud-Dienst von Microsoft, der Benutzerkonten und Anmeldungen für Microsoft 365 und andere Anwendungen verwaltet.Microsoft TeamsMicrosoft Teams ist ein Programm für Chat, Videobesprechungen und gemeinsame Arbeitsbereiche, das zum Umfeld von Microsoft 365 gehört.MonitoringMonitoring ist die laufende automatische Überwachung von Servern, Computern und Netzwerk, damit Probleme früh auffallen.MSP (Managed Service Provider)Ein MSP (Managed Service Provider) ist ein IT-Dienstleister, der die IT seiner Kunden laufend betreut und überwacht.NASEin NAS ist ein kleiner Netzwerkspeicher, auf dem mehrere Benutzer im Büro Dateien ablegen und gemeinsam nutzen können.Open SourceOpen Source ist Software, deren Quellcode offen einsehbar ist und die unter bestimmten Bedingungen frei genutzt und verändert werden darf.OT (Operational Technology)OT (Operational Technology) ist die Technik, die Maschinen und Anlagen steuert, im Gegensatz zur Büro-IT mit Computern und Servern.PatchdayAm Patchday veröffentlicht Microsoft gesammelt seine Sicherheitsupdates, regelmäßig am zweiten Dienstag jedes Monats.RMM (Remote Monitoring and Management)RMM ist eine Software, mit der ein IT-Dienstleister viele Computer und Server zentral überwacht, wartet und aus der Ferne betreut.ServerEin Server ist ein Computer, der Dienste für andere Geräte bereitstellt, etwa Dateien, Programme, E-Mail oder Benutzerkonten.SharePoint und OneDriveSharePoint und OneDrive sind die Dateiablagen in Microsoft 365: OneDrive für eigene Dateien, SharePoint für gemeinsame Ablagen.SLA (Service Level Agreement)Ein SLA ist eine schriftliche Vereinbarung darüber, welche Leistung ein Dienstleister in welcher Zeit und Qualität erbringen muss.TerminalserverAuf einem Terminalserver arbeiten mehrere Benutzer gleichzeitig, deren Programme zentral auf dem Server statt am eigenen PC laufen.Thin ClientEin Thin Client ist ein schlankes Endgerät, das selbst kaum rechnet und die Programme von einem zentralen Server anzeigt.TicketsystemEin Ticketsystem erfasst jede Störung und Anfrage als eigenen Vorgang, damit nichts verloren geht und der Stand nachvollziehbar bleibt.VirtualisierungVirtualisierung lässt mehrere voneinander getrennte Server oder Computer als Software auf einer einzigen Hardware laufen.VoIP und Cloud-TelefonieBei VoIP laufen Telefongespräche als Daten über die Internetleitung, oft mit einer Telefonanlage, die beim Anbieter in der Cloud steht.