Angriffe und Betrug
Credential Stuffing
Angriff mit gestohlenen Zugangsdaten aus einem Datenleck, die automatisch bei vielen anderen Diensten ausprobiert werden.
Credential Stuffing heißt wörtlich Zugangsdaten-Stopfen. Wird ein Online-Shop gehackt, landen E-Mail-Adressen und Passwörter seiner Kunden früher oder später auf Listen im Darknet. Angreifer nehmen diese Listen und probieren dieselben Kombinationen automatisch bei E-Mail-Anbietern, Microsoft 365, Online-Banking oder Lieferantenportalen aus.
Das funktioniert, weil viele Menschen dasselbe Passwort mehrfach verwenden. Wer sich beim Gartenmöbelshop mit der Firmen-Mail und dem Firmenpasswort registriert hat, hat damit im Ernstfall auch das Firmenpostfach preisgegeben. Anders als beim Brute-Force-Angriff wird hier nicht geraten. Die Täter haben das richtige Passwort schon.
Die wirksamste Abwehr ist ein eigenes Passwort für jeden Dienst. Ohne Hilfsmittel schafft das niemand, deshalb gehört ein Passwortmanager in jeden Betrieb. Zusätzlich sorgt die Mehrfaktor-Anmeldung dafür, dass ein bekanntes Passwort allein nicht reicht.
Für Ihren Betrieb
Verbieten Sie ausdrücklich, Firmenpasswörter für private Dienste zu verwenden, und lassen Sie prüfen, ob Adressen Ihrer Domain in bekannten Datenlecks auftauchen.