Gesetze und Normen
Cyberversicherung
Eine Versicherung, die finanzielle Folgen eines Cyberangriffs abfedert, etwa Kosten für Wiederherstellung, Betriebsausfall und Experten.
Eine Cyberversicherung deckt Schäden ab, die durch Hackerangriffe, Schadsoftware oder Datenverluste entstehen. Je nach Vertrag sind das Kosten für IT-Forensiker und Wiederherstellung, Umsatzausfall während der Betriebsunterbrechung, Rechtsberatung, die Benachrichtigung betroffener Kunden und Ansprüche Dritter. Viele Versicherer bieten zusätzlich eine Notfall-Hotline mit Fachleuten an.
Die Versicherer sind in den letzten Jahren deutlich strenger geworden. Vor dem Abschluss gibt es einen Fragebogen: Ist Mehrfaktor-Authentifizierung aktiv? Gibt es ein Backup, das offline oder unveränderbar ist? Werden Updates zeitnah eingespielt? Werden die Mitarbeiter geschult?
Diese Angaben sind keine Formsache. Stellt sich nach einem Schaden heraus, dass sie nicht gestimmt haben, kann der Versicherer die Leistung kürzen oder verweigern. Eine Cyberversicherung ersetzt also keine Schutzmaßnahmen, sie setzt sie voraus. Klären Sie auch, ob Betrug durch gefälschte Zahlungsanweisungen wie beim CEO-Fraud mitversichert ist. Das ist oft ausgeschlossen oder muss eigens vereinbart werden.
Für Ihren Betrieb
Gehen Sie den Fragebogen Ihrer Cyberversicherung gemeinsam mit Ihrem IT-Betreuer durch. Jede Antwort sollte der tatsächlichen Lage entsprechen, nicht dem Wunschzustand.