Netzwerk und Internet

IPv6

IPv6 ist die neuere Version der Internetadressen, mit einem riesigen Adressraum, der jedem Gerät eine eigene weltweite Adresse ermöglicht.

Das Internet wurde mit IPv4-Adressen aufgebaut, die aus vier Zahlenblöcken bestehen, etwa 192.168.1.10. Davon gibt es zu wenige für alle Geräte der Welt. IPv6 löst das mit deutlich längeren Adressen, die in Hexadezimalzahlen und mit Doppelpunkten geschrieben werden. Der Vorrat ist praktisch unerschöpflich.

Viele Internetanbieter in Österreich liefern heute beides parallel, man spricht von Dual Stack. Die meisten Geräte nutzen IPv6 dann still im Hintergrund, ohne dass es jemand merkt. Oft ist es im Büro längst aktiv, ohne dass es jemand bewusst eingeschaltet hat.

Für die Sicherheit ist ein Punkt entscheidend. Bei IPv4 sorgt NAT nebenbei dafür, dass Bürogeräte von außen nicht direkt erreichbar sind. Bei IPv6 bekommt jedes Gerät eine weltweit gültige IP-Adresse. Ob es aus dem Internet ansprechbar ist, entscheidet dann allein die Firewall. Deren Regeln müssen für IPv6 genauso sorgfältig gepflegt werden wie für IPv4. Eine Firewall, die nur IPv4 kontrolliert und IPv6 einfach durchlässt, ist eine Lücke.

Für Ihren Betrieb

Fragen Sie Ihren IT-Betreuer, ob in Ihrem Netz IPv6 aktiv ist und ob die Firewall-Regeln dafür genauso streng sind wie für IPv4.