Angriffe und Betrug
Spear-Phishing
Gezielte Phishing-Nachricht an eine bestimmte Person, vorbereitet mit echten Details aus deren Arbeitsumfeld.
Normales Phishing geht an tausende Adressen gleichzeitig. Spear-Phishing (Speerfischen) zielt auf eine einzelne Person oder eine kleine Gruppe. Die Täter recherchieren vorher: Wer sitzt in der Buchhaltung, welche Lieferanten hat der Betrieb, wer ist gerade auf Urlaub. Solche Informationen finden sich auf der Firmenwebsite, in sozialen Netzwerken oder in früher gestohlenen E-Mails.
Das Ergebnis ist eine Nachricht, die perfekt in den Alltag passt. Die Assistentin einer Steuerkanzlei bekommt etwa eine Mail, die sich auf einen echten Mandanten bezieht und eine angebliche Belegsammlung als Link enthält. Der Absender wirkt vertraut, der Ton stimmt, nichts wirkt aufdringlich.
Weil solche Mails so glaubwürdig sind, greifen viele Erkennungsregeln nicht. Technische Filter helfen, reichen aber allein nicht aus. Entscheidend ist, dass ungewöhnliche Bitten über einen zweiten Weg geprüft werden, besonders wenn es um Zahlungen, Zugangsdaten oder vertrauliche Unterlagen geht. Spear-Phishing ist häufig die Vorstufe zu CEO-Fraud oder Rechnungsbetrug.
Für Ihren Betrieb
Überlegen Sie, welche Namen, Funktionen und Zuständigkeiten Ihre Website preisgibt. Was Angreifer nicht wissen, können sie nicht für eine glaubwürdige Geschichte nutzen.