Angriffe und Betrug
Wurm
Schadprogramm, das sich selbstständig über das Netzwerk von Gerät zu Gerät verbreitet, ohne dass jemand etwas anklicken muss.
Ein Wurm ist eine besondere Form von Schadsoftware. Er braucht keinen Menschen, der eine Datei öffnet oder einen Link anklickt. Hat er einmal ein Gerät erreicht, sucht er im Netzwerk selbst nach weiteren Rechnern mit derselben Schwachstelle und kopiert sich dorthin. Man kann sich das vorstellen wie eine Erkältung im Großraumbüro: Einer bringt sie mit, und ein paar Tage später husten alle.
Würmer nutzen meist Sicherheitslücken in Diensten, die im Netzwerk erreichbar sind, etwa in der Dateifreigabe oder in einem veralteten Fernzugang. Auch schwache Passwörter auf Freigaben helfen ihnen weiter. Weil alles automatisch abläuft, kann sich ein Wurm in kurzer Zeit im ganzen Betrieb ausbreiten, oft bevor jemand etwas bemerkt.
Richtig gefährlich wird es, wenn der Wurm eine Ladung mitbringt, zum Beispiel eine Verschlüsselung wie bei Ransomware. Dann sind in einer Praxis plötzlich alle Arbeitsplätze und Server gleichzeitig betroffen. Aktuelle Updates schließen die Lücken, durch die Würmer kriechen, und ein in Bereiche aufgeteiltes Netzwerk sorgt dafür, dass nicht jedes Gerät jedes andere erreicht.
Für Ihren Betrieb
Prüfen Sie, ob auf allen Rechnern und Servern Sicherheitsupdates automatisch und zeitnah eingespielt werden. Ein einziger vergessener Altrechner reicht einem Wurm als Sprungbrett.