IT im Betrieb
Open Source
Open Source ist Software, deren Quellcode offen einsehbar ist und die unter bestimmten Bedingungen frei genutzt und verändert werden darf.
Jedes Programm wird in einer Programmiersprache geschrieben, dem Quellcode. Bei herkömmlicher Software hält der Hersteller diesen Code unter Verschluss, man bekommt nur das fertige Programm. Bei Open Source ist der Code öffentlich. Jeder darf hineinsehen, ihn verbessern und, je nach Lizenz, weitergeben.
Offene Software steckt in viel mehr Technik, als man vermuten würde. Ein großer Teil der Webserver, viele Firewalls, NAS-Geräte und Router laufen damit, ebenso zahlreiche Programme für Datensicherung und Virtualisierung. Auch große Hersteller bauen ihre Produkte häufig auf offenen Bausteinen auf.
Offen bedeutet weder automatisch sicherer noch unsicherer. Viele Augen können Fehler entdecken, bei kleinen Projekten schaut aber manchmal kaum jemand hin. Entscheidend ist, ob ein Projekt aktiv gepflegt wird und Sicherheitsupdates zeitnah erscheinen. Wird ein weit verbreiteter Baustein manipuliert, trifft das viele Produkte gleichzeitig, wie bei einem Supply-Chain-Angriff.
In der Anschaffung ist Open Source oft kostenlos, im Betrieb nicht: Einrichtung, Wartung und Patch-Management brauchen Zeit und Wissen. Der größte Vorteil für Betriebe ist die Unabhängigkeit von einem einzelnen Hersteller, der Bedingungen jederzeit ändern kann.
Für Ihren Betrieb
Achten Sie bei offener Software darauf, dass sie aktiv weiterentwickelt wird und dass in Ihrem Betrieb oder bei Ihrem Dienstleister jemand für ihre Updates zuständig ist.