Angriffe und Betrug
Insider-Bedrohung
Risiko durch Personen mit legitimem Zugang wie Mitarbeiter, Ex-Mitarbeiter oder Dienstleister, ob absichtlich oder aus Versehen.
Nicht jeder Schaden kommt von außen. Eine Insider-Bedrohung geht von Menschen aus, die bereits Zugang zu Räumen, Rechnern oder Daten haben: Mitarbeiter, ehemalige Mitarbeiter, Aushilfen oder externe Dienstleister. Sie kennen die Abläufe und müssen keine Firewall überwinden.
Meist steckt keine böse Absicht dahinter. Jemand schickt die Kundenliste an die falsche Adresse, legt Unterlagen in einem privaten Cloud-Speicher ab oder fällt auf eine Betrugsmail herein. Seltener, aber folgenreicher sind gezielte Taten: Ein Vertriebsmitarbeiter nimmt vor dem Wechsel zur Konkurrenz die Kundendaten mit, oder ein gekündigter Kollege nutzt einen Zugang, der nie gesperrt wurde.
Gegen beides helfen klare Regeln und saubere Technik. Jeder bekommt nur die Rechte, die er für seine Arbeit braucht, nach dem Prinzip Least Privilege. Eine IT-Nutzungsrichtlinie legt fest, was erlaubt ist. Verlässt jemand den Betrieb, werden Konten, Schlüssel und Fernzugänge am letzten Arbeitstag deaktiviert, nicht Wochen später.
Für Ihren Betrieb
Erstellen Sie eine Checkliste für den Austritt von Mitarbeitern mit allen Zugängen: Windows-Konto, E-Mail, VPN, Cloud-Dienste, Zutrittskarten. Gehen Sie sie beim nächsten Abgang Punkt für Punkt durch.