Angriffe und Betrug

Supply-Chain-Angriff

Angriff über einen Lieferanten, Softwarehersteller oder Dienstleister, dem Sie vertrauen, um so in Ihre eigenen Systeme zu gelangen.

Beim Supply-Chain-Angriff (Angriff über die Lieferkette) greifen Täter nicht Sie direkt an, sondern jemanden, dem Sie vertrauen. Das kann ein Softwarehersteller sein, dessen Update mit Schadcode versehen wird, oder ein IT-Dienstleister, über dessen Fernwartungszugang die Angreifer zu allen seinen Kunden gelangen. Der Vorteil für die Täter: Ein einziger Einbruch öffnet viele Türen.

Für den Betroffenen sieht alles normal aus. Das Update kommt vom echten Hersteller und ist korrekt signiert, der Fernzugriff kommt vom bekannten Dienstleister. Auch kleine Bausteine können betroffen sein, etwa ein Plugin für die Firmenwebsite oder eine Programmbibliothek, die in einer Branchensoftware steckt.

Für Betriebe bedeutet das: Die eigene Sicherheit hängt auch von den Partnern ab. Deshalb verlangt NIS2 ausdrücklich, Risiken in der Lieferkette zu betrachten. Praktisch heißt das: wissen, wer Zugang zu Ihren Systemen hat, diese Zugänge nach dem Prinzip der minimalen Rechte auf das Nötige beschränken und von Dienstleistern nachvollziehbare Schutzmaßnahmen einfordern.

Für Ihren Betrieb

Machen Sie eine Liste aller externen Firmen mit Zugang zu Ihrer IT und fragen Sie jede, wie sie diesen Zugang absichert, etwa mit Mehrfaktor-Anmeldung und Protokollierung.

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