Angriffe und Betrug
CEO-Fraud (Chef-Masche)
Betrugsmasche, bei der Täter sich als Chef ausgeben und Mitarbeiter zu einer dringenden, vertraulichen Überweisung drängen.
Beim CEO-Fraud, auf Deutsch auch Chef-Masche genannt, bekommt jemand in der Buchhaltung eine Nachricht, die scheinbar von der Geschäftsführung stammt. Der Inhalt: Es läuft eine vertrauliche Übernahme oder ein eiliges Geschäft, bitte heute noch einen Betrag auf ein bestimmtes Konto überweisen und mit niemandem darüber reden. Manchmal folgt ein Anruf eines angeblichen Anwalts, der die Geschichte bestätigt.
Die Täter bereiten das gut vor. Sie wissen, wer im Betrieb Zahlungen freigeben darf und wann der Chef unterwegs ist. Die Absenderadresse ist entweder gefälscht, einer echten Adresse zum Verwechseln ähnlich, oder stammt aus einem tatsächlich übernommenen Postfach. Inzwischen kommen auch Sprachnachrichten oder Videoanrufe mit KI-generierter Stimme vor.
Die Masche zielt nicht auf die Technik, sondern auf den Respekt vor Vorgesetzten und den Wunsch, schnell zu helfen. Deshalb hilft vor allem eine klare Regel, die auch für den Chef selbst gilt: Ungewöhnliche Zahlungen werden über einen zweiten, bekannten Kanal bestätigt. Wer diese Regel kennt, muss dem Chef nicht widersprechen, sondern hält sich einfach an den vereinbarten Ablauf.
Für Ihren Betrieb
Schreiben Sie ein Vier-Augen-Prinzip für Überweisungen ab einem bestimmten Betrag fest und sagen Sie Ihren Mitarbeitern ausdrücklich, dass Sie Rückfragen dazu erwarten.