Netzwerk und Internet

Remote Desktop (RDP)

RDP ist das Microsoft-Verfahren, mit dem man sich über das Netzwerk auf einen entfernten Windows-Rechner oder Server schaltet und ihn bedient.

Mit dem Remote Desktop Protocol sieht man den Bildschirm eines anderen Windows-Rechners und arbeitet darauf, als säße man davor. Tastatur und Maus wirken auf dem entfernten Gerät, die Programme laufen dort. Auf diesem Prinzip beruht auch der Terminalserver, auf dem viele Mitarbeiter gleichzeitig ihre Sitzungen haben.

Im Büronetz ist RDP ein praktisches Werkzeug. Gefährlich wird es, wenn ein RDP-Zugang direkt aus dem Internet erreichbar ist, meist über eine Portweiterleitung an der Firewall. Solche Zugänge werden von automatischen Suchprogrammen in kürzester Zeit gefunden und dann ununterbrochen mit Passwortversuchen bombardiert. Ein offener RDP-Zugang ist seit Jahren einer der häufigsten Wege, über den Erpresserbanden in Firmennetze gelangen.

Die Regel lautet daher: RDP nie direkt ins Internet stellen. Wer von zu Hause oder unterwegs auf den Bürorechner zugreifen will, baut zuerst eine VPN-Verbindung auf, abgesichert mit Mehrfaktor-Anmeldung, und startet RDP erst innerhalb dieses Tunnels. So sieht ein Angreifer von außen gar nicht erst, dass es den Zugang gibt.

Für Ihren Betrieb

Lassen Sie prüfen, ob irgendein Rechner in Ihrem Betrieb per RDP direkt aus dem Internet erreichbar ist. Falls ja, sollte das sofort abgestellt werden.

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