Angriffe und Betrug

Typosquatting (Doppelgänger-Domains)

Registrierung von Domains, die einer echten Adresse zum Verwechseln ähneln, um Tippfehler und flüchtige Blicke auszunutzen.

Beim Typosquatting sichern sich Täter Internetadressen, die sich nur minimal vom Original unterscheiden. Ein Buchstabe fehlt, zwei sind vertauscht, aus einem „m“ wird „rn“ oder die Endung lautet .com statt .at. Wer sich vertippt oder nur kurz hinsieht, landet auf der falschen Seite oder hält eine E-Mail für echt.

Solche Doppelgänger-Domains haben mehrere Zwecke. Sie beherbergen nachgebaute Anmeldeseiten für Phishing, verteilen Schadsoftware oder dienen als Absender für E-Mails, die scheinbar von einem echten Geschäftspartner stammen. Ein Installateurbetrieb erhält dann eine Rechnung von einer Adresse, die sich in einem einzigen Zeichen vom gewohnten Großhändler unterscheidet, mit neuer Bankverbindung. Das ist ein typischer Weg zum Rechnungsbetrug.

Auch Ihre eigene Domain kann nachgeahmt werden, um Ihre Kunden zu täuschen. Manche Betriebe registrieren deshalb naheliegende Schreibvarianten selbst. Im Postfach hilft vor allem Aufmerksamkeit: Die Absenderadresse Zeichen für Zeichen lesen, besonders wenn es ums Geld geht.

Für Ihren Betrieb

Speichern Sie die Adressen wichtiger Seiten wie Bank und Lieferantenportale als Lesezeichen und rufen Sie sie nur darüber auf. So landen Tippfehler gar nicht erst in der Adresszeile.

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