IT im Betrieb

Künstliche Intelligenz (KI)

Künstliche Intelligenz (KI) ist Software, die aus vielen Beispielen Muster lernt und damit Texte, Bilder oder Einschätzungen erzeugt.

Herkömmliche Software folgt festen Regeln, die ein Programmierer vorgegeben hat. Bei KI ist das anders: Sie wird mit sehr vielen Beispielen trainiert und findet selbst heraus, welche Merkmale wichtig sind. Ein Spamfilter, der aus unzähligen Nachrichten gelernt hat, wie Werbung aussieht, ist eine einfache Form davon.

Bekannt geworden ist KI vor allem durch Chat-Programme, die auf Fragen in ganzen Sätzen antworten. Dahinter steckt meist ein großes Sprachmodell. Im Büro hilft das beim Formulieren von Briefen, beim Zusammenfassen langer Dokumente oder beim Übersetzen.

Zwei Dinge sollte jeder wissen, der damit arbeitet. Erstens kann KI überzeugend klingende Angaben erfinden, man spricht von Halluzinationen. Ein Paragraf, den es nicht gibt, oder eine falsche Telefonnummer werden genauso selbstsicher präsentiert wie richtige Fakten. Ergebnisse müssen deshalb geprüft werden.

Zweitens landet alles, was man in einen öffentlichen KI-Dienst eintippt, auf fremden Servern. Kundendaten, Patientenakten oder Vertragsdetails haben dort nichts verloren, solange nicht geklärt ist, was der Anbieter damit macht, und kein passender Vertrag zur Auftragsverarbeitung besteht.

Für Ihren Betrieb

Legen Sie schriftlich fest, welche KI-Dienste im Betrieb erlaubt sind und welche Daten dort eingegeben werden dürfen. Für den Anfang genügt ein kurzer Absatz in Ihrer IT-Nutzungsrichtlinie.