IT im Betrieb
NAS
Ein NAS ist ein kleiner Netzwerkspeicher, auf dem mehrere Benutzer im Büro Dateien ablegen und gemeinsam nutzen können.
NAS steht für Network Attached Storage, also Speicher, der direkt am Netzwerk hängt. Das Gerät ist meist ein kleines Gehäuse mit mehreren Festplatten. Es stellt freigegebene Ordner bereit, auf die alle berechtigten Mitarbeiter zugreifen. Viele Geräte können zusätzlich Daten mit der Cloud abgleichen oder Aufnahmen von Überwachungskameras speichern.
In kleinen Betrieben ersetzt ein NAS oft den Dateiserver. Häufig dient es auch als Ziel für Datensicherungen.
Hier liegt ein häufiger Denkfehler. Ein NAS mit zwei gespiegelten Platten schützt vor dem Ausfall einer Festplatte, aber nicht vor Löschen, Überschreiben oder Verschlüsselung durch Ransomware. Ist das NAS als Laufwerk an den PCs verbunden, kann ein Schadprogramm die Daten dort genauso verschlüsseln wie auf dem PC selbst. Ein RAID ist keine Sicherung.
NAS-Geräte sollten nicht direkt aus dem Internet erreichbar sein und regelmäßig Updates bekommen. Die Fernzugriffsfunktionen der Hersteller sind bequem, wurden in der Vergangenheit aber mehrfach für Angriffe ausgenutzt. Wie eine sichere Aufteilung der Kopien aussieht, beschreibt die 3-2-1-Regel.
Für Ihren Betrieb
Wenn Ihr NAS die einzige Sicherung ist, ergänzen Sie eine zweite Kopie, die nicht ständig mit dem Netzwerk verbunden ist.