Schutz und Abwehr

Passwortrichtlinie

Eine Passwortrichtlinie legt fest, wie Kennwörter im Betrieb aussehen müssen und wie mit ihnen umgegangen wird.

Lange galt: mindestens acht Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffer, Sonderzeichen, und alle drei Monate ein neues. Das Ergebnis kennt jeder IT-Betreuer: Herbst2026! wird im Winter zu Winter2026!. Solche Muster errät ein Angreifer schnell, und wer dauernd wechseln muss, schreibt das Kennwort irgendwann auf.

Heute empfehlen Fachleute einen anderen Weg. Länge schlägt Komplexität: Eine Passphrase aus mehreren zufälligen Wörtern ist leicht zu merken und schwer zu knacken. Ein erzwungener Wechsel in festen Abständen entfällt. Gewechselt wird, wenn der Verdacht besteht, dass ein Kennwort bekannt geworden ist. Zusätzlich sollte das System Kennwörter ablehnen, die schon in Datenlecks aufgetaucht sind.

Eine moderne Richtlinie regelt außerdem, dass jedes Kennwort nur für einen Dienst verwendet wird. Dabei hilft ein Passwortmanager, der sich die vielen Kennwörter merkt. Und für alle wichtigen Zugänge kommt Mehrfaktor-Authentifizierung dazu, damit ein erbeutetes Passwort allein nicht reicht.

Auf lange Sicht lösen Passkeys viele Kennwörter ganz ab. Bis dahin bleibt die Richtlinie eine einfache und wirksame Maßnahme.

Für Ihren Betrieb

Prüfen Sie, ob Ihre Kennwortregeln noch regelmäßige Zwangswechsel vorschreiben. Setzen Sie stattdessen auf lange Passphrasen, einen Passwortmanager und MFA.

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