Schutz und Abwehr

Sandbox

Eine Sandbox ist ein abgeschotteter Testraum, in dem verdächtige Dateien probeweise laufen, ohne echte Rechner oder Daten zu gefährden.

Das Wort kommt vom Sandkasten: Was dort gebaut oder zerstört wird, bleibt im Kasten. In der IT ist eine Sandbox eine eigene, streng abgegrenzte Umgebung. Programme oder Dateien, denen man nicht traut, werden darin geöffnet und beobachtet.

Ein häufiger Einsatz ist die Prüfung von E-Mail-Anhängen. Kommt bei einem Steuerberater eine angebliche Rechnung als Word-Datei an, öffnet das Sicherheitssystem sie zuerst in der Sandbox. Versucht das Dokument dort, Programme nachzuladen, Dateien zu verschlüsseln oder Kontakt zu fremden Servern aufzunehmen, wird es gesperrt. Beim Empfänger landet nur, was sich unauffällig verhalten hat.

Der Vorteil: Eine Sandbox erkennt auch neue Schadsoftware, die bisher nirgends bekannt ist. Sie bewertet das Verhalten, nicht den Namen. Manche Schädlinge merken allerdings, dass sie getestet werden, und warten ab. Deshalb ist die Sandbox ein Baustein unter mehreren, gemeinsam mit Spamfilter und EDR auf den Geräten.

Auch Betriebssysteme und Browser nutzen das Prinzip im Kleinen: Webseiten laufen abgekapselt, damit eine manipulierte Seite nicht auf Ihre Dateien zugreifen kann.

Für Ihren Betrieb

Fragen Sie nach, ob E-Mail-Anhänge und Links in Ihrem Betrieb vor der Zustellung in einer Sandbox geprüft werden. Bei Microsoft 365 hängt das von der gebuchten Lizenz ab.

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