Schutz und Abwehr
VPN
Ein VPN baut einen verschlüsselten Tunnel durch das Internet, über den Sie von außen sicher auf das Firmennetz zugreifen.
VPN steht für Virtual Private Network, also virtuelles privates Netzwerk. Es verbindet einen Rechner im Homeoffice oder unterwegs über das Internet mit dem Firmennetz, als wäre er direkt im Büro angesteckt. Die Daten laufen dabei durch einen verschlüsselten Tunnel, den Außenstehende nicht einsehen können.
Ein typischer Fall: Die Buchhalterin arbeitet zwei Tage pro Woche von zu Hause und braucht Zugriff auf den Server mit der Buchhaltungssoftware. Statt den Server direkt ins Internet zu stellen, verbindet sie sich per VPN mit der Firewall im Büro. Erst danach erreicht sie ihre Programme. VPNs verbinden auch Standorte miteinander, etwa zwei Filialen eines Handelsbetriebs.
Ein VPN-Zugang ist allerdings selbst ein begehrtes Ziel. Ist er nur mit Benutzername und Passwort geschützt, reicht ein erbeutetes Passwort für den Zugang ins ganze Netz. Deshalb gehören MFA und aktuelle Updates auf dem VPN-Gerät zwingend dazu. Bekannte Lücken in VPN-Geräten werden von Angreifern sehr schnell ausgenutzt.
Die VPN-Apps aus der Werbung, die Ihren Standort verschleiern, sind etwas anderes. Sie schützen nicht Ihr Firmennetz. Für den Zugang ins Büro ist meist die UTM-Firewall zuständig.
Für Ihren Betrieb
Prüfen Sie, ob Ihr VPN-Zugang mit einem zweiten Faktor gesichert ist und wer überhaupt einen Zugang hat. Konten ehemaliger Mitarbeiter haben dort nichts mehr verloren.