Schutz und Abwehr
Least Privilege (minimale Rechte)
Least Privilege heißt: Jede Person und jedes Programm bekommt nur die Rechte, die für die eigene Arbeit wirklich nötig sind.
Das Prinzip der minimalen Rechte ist einfach: Wer nur Rechnungen schreibt, braucht keinen Zugriff auf die Personalakten. Wer E-Mails liest, muss keine Software installieren können. Jedes Konto bekommt genau so viel Berechtigung, wie für die Aufgabe nötig ist, und nicht mehr.
In vielen kleinen Betrieben arbeiten alle mit Administratorrechten, weil es einmal bequemer war. Das Problem: Ein Schadprogramm hat immer die Rechte des Benutzers, der es startet. Klickt jemand mit Adminrechten auf einen verseuchten Anhang, kann sich die Schadsoftware tief im System einnisten, den Virenschutz abschalten und sich im Netz ausbreiten.
Praktisch bedeutet das: getrennte Konten für die tägliche Arbeit und für Verwaltungsaufgaben, Ordnerrechte nach Abteilung im Active Directory, regelmäßiges Aufräumen von Berechtigungen und das Sperren von Konten ehemaliger Mitarbeiter. In einer Arztpraxis sieht die Rezeption die Termine, aber nicht jeden Befund.
Das Prinzip ist ein Kernbaustein von Zero Trust. Es hilft außerdem, die Vorgaben der DSGVO zum Schutz personenbezogener Daten umzusetzen.
Für Ihren Betrieb
Prüfen Sie, wer in Ihrem Betrieb Administratorrechte hat. Mehr als die IT-Betreuung und ein gesichertes Notfallkonto sollten es in der Regel nicht sein.