Datensicherung und Notfall
RTO und RPO
Zwei Kennzahlen für den Notfall: wie lange ein System ausfallen darf (RTO) und wie viele Daten dabei verloren gehen dürfen (RPO).
RTO steht für Recovery Time Objective, also die längste Ausfallzeit, die Sie verkraften. Bis wann muss die Warenwirtschaft wieder laufen, damit kein ernster Schaden entsteht? Eine Arztpraxis kommt ohne Terminkalender kaum über einen Vormittag, ein Archivserver darf vielleicht eine Woche stehen.
RPO steht für Recovery Point Objective, also der größte Datenverlust, den Sie verkraften, gemessen in Zeit. Wird nur einmal pro Nacht gesichert, verlieren Sie im schlimmsten Fall einen ganzen Arbeitstag. Kann die Buchhaltung das nachtragen? Bei einem Hotel mit laufenden Reservierungen sieht die Antwort anders aus als bei einem Tischler.
Beide Werte sind Geschäftsentscheidungen, keine technischen. Die Technik richtet sich danach: Ein kurzes RPO braucht häufigere Sicherungen oder eine laufende Spiegelung der Daten, ein kurzes RTO braucht schnelle Wiederherstellung oder Hochverfügbarkeit. Je kürzer die Zeiten, desto größer der Aufwand. Deshalb lohnt es sich, für jedes System einzeln zu überlegen, was es wirklich braucht.
Für Ihren Betrieb
Nehmen Sie Ihre drei wichtigsten Programme und notieren Sie zu jedem, wie viele Stunden Ausfall und wie viele Stunden Datenverlust Sie verkraften. Diese Liste ist die Grundlage für jedes Backup-Konzept.