Schutz und Abwehr
EDR (Endpoint Detection and Response)
EDR überwacht laufend, was auf PCs und Servern passiert, erkennt verdächtiges Verhalten und kann ein Gerät bei Angriffen sofort isolieren.
EDR steht für Endpoint Detection and Response, also Erkennung und Reaktion auf Endgeräten. Endgeräte sind alle PCs, Notebooks und Server im Betrieb. Ein EDR-Programm zeichnet auf, welche Programme starten, welche Dateien verändert werden und mit welchen Adressen im Internet ein Gerät spricht.
Der Unterschied zum klassischen Virenschutz: EDR fragt weniger, ob eine Datei als böse bekannt ist, und mehr, ob das, was gerade passiert, normal ist. Wenn ein Textprogramm plötzlich die Kommandozeile öffnet und ein Skript aus dem Internet lädt, schlägt EDR Alarm, auch wenn keine einzige Datei auf einer Fahndungsliste steht.
Erkennt das System einen Angriff, kann es das Gerät vom Netzwerk trennen, den verdächtigen Prozess beenden und die Spuren sichern. So bleibt ein befallener Rechner in der Buchhaltung ein Einzelfall, statt dass sich Ransomware bis zum Server ausbreitet.
EDR liefert viele Meldungen, und jemand muss sie lesen und richtig einordnen. Für kleine Betriebe übernimmt das häufig ein Dienstleister im Rahmen von MDR.
Für Ihren Betrieb
Klären Sie, wer die Alarme Ihres EDR auswertet, auch am Wochenende. Eine Warnung, die erst am Montag gelesen wird, kommt bei Ransomware meist zu spät.