Angriffe und Betrug
APT (Advanced Persistent Threat)
Langfristig geplanter, gezielter Angriff gut ausgestatteter Gruppen, die sich unbemerkt im Netzwerk festsetzen und lange bleiben.
APT steht für Advanced Persistent Threat, auf Deutsch etwa fortgeschrittene, andauernde Bedrohung. Gemeint sind Angreifergruppen mit viel Zeit, Geld und Fachwissen, häufig mit staatlichem Hintergrund oder im Dienst von Wirtschaftsspionage. Sie wollen nicht schnell zuschlagen und wieder verschwinden. Ihr Ziel ist, möglichst lange unbemerkt im Netzwerk zu bleiben.
Das Vorgehen ähnelt einem Einbrecher, der sich einen Nachschlüssel anfertigt, statt die Tür aufzubrechen. Nach dem Einstieg, oft über Spear-Phishing oder eine ungepatchte Lücke, erkunden die Täter in Ruhe das Netzwerk, sammeln Zugangsdaten, richten Hintertüren ein und leiten Daten in kleinen Mengen ab. Zwischen Einbruch und Entdeckung können Monate liegen.
Kleine Betriebe sind selten das eigentliche Ziel. Sie geraten aber ins Visier, wenn sie Zulieferer, Planer oder Dienstleister eines interessanteren Unternehmens sind, also als Sprungbrett im Sinne eines Supply-Chain-Angriffs. Ein Ingenieurbüro mit Plänen eines Industriekunden ist so ein Fall. Auffallen tun solche Angriffe meist erst durch ständige Überwachung ungewöhnlicher Aktivitäten, etwa mit EDR.
Für Ihren Betrieb
Arbeiten Sie für größere Auftraggeber, fragen Sie nach deren Sicherheitsanforderungen an Zulieferer. Das ist ein guter Anlass, die eigene Erkennung von Angriffen zu überprüfen.