Angriffe und Betrug

Rootkit

Schadsoftware, die sich tief im Betriebssystem versteckt, um unentdeckt zu bleiben und Angreifern dauerhaft Zugriff zu sichern.

Ein Rootkit ist ein Werkzeug zum Verstecken. Der Name kommt von „root“, dem Administratorkonto auf Unix-Systemen, und „kit“, also Werkzeugkasten. Es nistet sich so tief im System ein, dass es Dateien, Prozesse und Netzwerkverbindungen vor dem Benutzer und vor Schutzprogrammen verbergen kann. Der Taskmanager zeigt dann einfach nicht an, was im Hintergrund läuft.

Manche Rootkits arbeiten im Kern des Betriebssystems, besonders hartnäckige setzen sich sogar in der Firmware oder im Startvorgang fest, also noch bevor Windows lädt. Das Rootkit selbst richtet meist keinen Schaden an. Es schützt andere Schadsoftware, etwa eine Backdoor oder einen Keylogger, vor Entdeckung.

Ist ein Rechner mit einem Rootkit befallen, lässt er sich kaum zuverlässig reinigen. Die sichere Lösung ist in der Regel eine Neuinstallation von Grund auf. Vorbeugend helfen aktuelle Betriebssysteme mit gesichertem Startvorgang, regelmäßige Updates und eingeschränkte Administratorrechte, weil ein Rootkit hohe Rechte braucht, um sich einzunisten.

Für Ihren Betrieb

Wenn ein Gerät nachweislich kompromittiert war, lassen Sie es neu aufsetzen, statt es nur mit einem Virenscanner zu bereinigen.

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