Angriffe und Betrug
Password Spraying
Angriff, bei dem wenige häufige Passwörter bei sehr vielen Konten durchprobiert werden, um Sperren und Alarme zu umgehen.
Ein klassischer Brute-Force-Angriff probiert bei einem Konto tausende Passwörter. Das fällt auf und führt schnell zur Kontosperre. Password Spraying dreht den Spieß um: Die Angreifer nehmen ein einziges, beliebtes Passwort und testen es bei allen Benutzern eines Betriebs. Danach warten sie eine Weile und versuchen das nächste.
Pro Konto gibt es so nur vereinzelte Fehlversuche in großen Abständen, und keine Sperre greift. Probiert werden Passwörter nach bekannten Mustern: Jahreszeit mit Jahreszahl, Firmenname mit Ausrufezeichen, „Willkommen1“. Ein einziger Treffer genügt für den Fuß in der Tür. Die Benutzernamen sind oft leicht zu erraten, weil sie dem Schema der E-Mail-Adressen folgen.
Ziel sind meist Dienste, die aus dem Internet erreichbar sind, etwa Microsoft 365, Webmail oder ein VPN-Zugang. Eine Passwortrichtlinie, die naheliegende Muster verbietet, und eine Mehrfaktor-Anmeldung auf allen externen Zugängen nehmen dieser Methode den Wind aus den Segeln.
Für Ihren Betrieb
Lassen Sie sich zeigen, ob fehlgeschlagene Anmeldungen über alle Konten hinweg ausgewertet werden. Ein einzelner Fehlversuch pro Benutzer fällt sonst niemandem auf.