Schutz und Abwehr
Single Sign-on (SSO)
Single Sign-on bedeutet: einmal anmelden und danach ohne weitere Passwörter auf alle freigegebenen Programme und Cloud-Dienste zugreifen.
Ohne Single Sign-on (SSO, auf Deutsch Einmalanmeldung) hat jede Mitarbeiterin ein eigenes Kennwort für den PC, das Mailprogramm, die Buchhaltung, das Warenwirtschaftssystem und ein halbes Dutzend Webportale. Die Folge sind Zettel am Bildschirm oder überall dasselbe Passwort.
Mit SSO gibt es ein zentrales Benutzerkonto, zum Beispiel in Microsoft Entra ID. Die angeschlossenen Programme vertrauen diesem Konto. Wer sich morgens einmal sauber anmeldet, wird von den anderen Diensten automatisch erkannt, vergleichbar mit einem Hotelgast, dessen Zimmerkarte auch Wellnessbereich und Garage öffnet.
Für die Sicherheit hat das zwei Seiten. Positiv: Es gibt nur noch ein Konto, das man gut absichern muss, und beim Austritt eines Mitarbeiters sperrt ein Klick alle Zugänge gleichzeitig. Kein vergessenes Portal bleibt offen. Die Kehrseite: Gelangt jemand an dieses eine Konto, stehen ihm viele Türen offen.
Deshalb gehört zu SSO immer Mehrfaktor-Authentifizierung und idealerweise bedingter Zugriff, der etwa Anmeldungen aus unbekannten Ländern blockiert.
Für Ihren Betrieb
Prüfen Sie, welche Ihrer Programme sich an das zentrale Firmenkonto anbinden lassen. Jeder Dienst mit eigenem Passwort ist beim Austritt eines Mitarbeiters ein Punkt, der leicht vergessen wird.