Angriffe und Betrug
Deepfake und Voice-Cloning
Mit KI gefälschte Videos, Bilder oder Stimmen, die echten Personen täuschend ähnlich sehen oder klingen.
Ein Deepfake entsteht, wenn eine künstliche Intelligenz aus vorhandenem Material lernt, wie eine Person aussieht oder spricht, und daraus neue Aufnahmen erzeugt. Beim Voice-Cloning genügen dafür oft schon kurze Sprachaufnahmen, etwa aus einem Interview, einem Firmenvideo oder einer Sprachnachricht. Heraus kommt eine Stimme, die Sätze sagt, die der echte Mensch nie gesagt hat.
Betrüger nutzen das, um bekannte Maschen glaubwürdiger zu machen. Die Buchhalterin bekommt einen Anruf, und am Telefon ist scheinbar der Geschäftsführer: gleiche Stimme, gleiche Redewendungen, dringende Überweisung an einen neuen Lieferanten. Auch Videokonferenzen mit gefälschten Teilnehmern sind technisch machbar. Der klassische CEO-Fraud bekommt damit ein neues Werkzeug.
Im Alltag lassen sich gute Fälschungen kaum zuverlässig erkennen. Wirksamer sind feste Abläufe: Zahlungen und geänderte Kontodaten werden immer über einen zweiten, bekannten Weg bestätigt, egal wie überzeugend die Anfrage klingt. Ein vereinbartes Codewort für dringende Fälle hilft zusätzlich.
Für Ihren Betrieb
Vereinbaren Sie, dass ungewöhnliche Zahlungsanweisungen per Telefon oder Video nie sofort ausgeführt werden. Ein Rückruf unter der gespeicherten Nummer kostet eine Minute.