Angriffe und Betrug
Brute-Force-Angriff
Angriff, bei dem ein Programm automatisch unzählige Passwörter durchprobiert, bis eines passt.
Brute Force heißt rohe Gewalt. Statt raffiniert vorzugehen, probiert der Angreifer einfach alles aus: zuerst die häufigsten Passwörter wie „Sommer2026!“ oder den Firmennamen mit Jahreszahl, dann ganze Wörterbücher, dann systematisch alle Kombinationen. Ein Computer schafft dabei sehr viele Versuche in kurzer Zeit.
Typische Ziele sind alle Dienste, die vom Internet aus erreichbar sind und eine Anmeldung verlangen: Fernzugänge auf einen Terminalserver, VPN-Zugänge, E-Mail-Konten, Webshop-Logins. In den Protokollen eines offen erreichbaren Servers sieht man solche Versuche oft rund um die Uhr. Meist kommen sie aus einem Botnetz, damit eine einzelne Sperre nicht reicht.
Kurze und vorhersehbare Passwörter fallen schnell, lange und zufällige praktisch nie. Dazu kommen Sperren nach mehreren Fehlversuchen und vor allem Mehrfaktor-Anmeldung, die einen erratenen Zugang wertlos macht. Fernzugänge sollten zudem nicht direkt offen im Internet stehen, sondern nur über ein VPN erreichbar sein.
Für Ihren Betrieb
Prüfen Sie, ob in Ihrem Betrieb ein Fernzugang direkt aus dem Internet erreichbar ist und ob dort ein zweiter Faktor verlangt wird.