Websites und Shops
WordPress, TYPO3, Joomla, Drupal, Magento und andere Systeme, die auf PHP laufen.
Sicherheitswarnung · Stand 22. Oktober 2026
Zwei Schwachstellen im Kern von PHP erlauben es Angreifern, ungepatchte Webserver ohne Anmeldung zu übernehmen. Erste Angriffe laufen bereits. Wir prüfen Ihren Linux-Server, schließen die Lücke und halten ihn dauerhaft sauber.
Was passiert ist
Am 21. Oktober 2026 hat das PHP-Projekt Updates für zwei kritische Schwachstellen veröffentlicht, die unter dem Namen PHP2Shell bekannt geworden sind. Details waren bereits vor dem geplanten Termin durchgesickert.
Die Fehler liegen in der Art, wie PHP Speicher zwischen Anfragen verwaltet. Ein Angreifer kann eine präparierte Anfrage schicken und damit eigenen Code auf dem Server ausführen – ohne Benutzerkonto und unabhängig davon, wie sorgfältig die Website selbst programmiert ist. Zusätzlich lässt sich Arbeitsspeicher auslesen, in dem Kennwörter und Schlüssel liegen können.
Betroffen sind alle gängigen Arten, PHP am Webserver zu betreiben: als Apache-Modul, über PHP-FPM, als CGI und in weiteren Laufzeitumgebungen. Als Apache-Modul gilt die Lage als besonders dringend.
Wer betroffen ist
WordPress, TYPO3, Joomla, Drupal, Magento und andere Systeme, die auf PHP laufen.
Selbst betriebene Dateiablagen, Kalender und Kollaborationsplattformen wie Nextcloud.
Kundenportale, Buchungs- und Bestellsysteme, Schnittstellen – etwa auf Basis von Laravel.
Auch manche Firewalls, NAS-Systeme und Router verwenden PHP für ihre Verwaltungsoberfläche.
Besonders gefährdet: Server mit PHP 8.1 oder älter. Diese Versionen erhalten vom PHP-Projekt keine regulären Sicherheitsupdates mehr.
Selbst nachsehen
Per SSH am Linux-Server anmelden und die folgenden Befehle ausführen. Alle funktionieren als normaler Benutzer, Administratorrechte sind nicht nötig.
PHP-Version der Kommandozeile
php -vInstallierte PHP-Pakete (Debian/Ubuntu)
dpkg -l | grep -E '^ii +php[0-9.]*-(fpm|cli|common)'Installierte PHP-Pakete (RHEL-basierte Systeme)
rpm -qa | grep -E '^php'Die Webseite kann eine andere PHP-Version verwenden als die Kommandozeile. Im Zweifel prüfen wir das für Sie.
Sofortmaßnahmen
Die Lücken sind in PHP 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 und 8.2.35 geschlossen. Linux-Distributionen übernehmen den Fix teils in ältere Versionsnummern – maßgeblich ist der Sicherheitshinweis Ihrer Distribution.
Nach dem Update Webserver und PHP-FPM neu starten. Laufende Prozesse arbeiten sonst mit dem alten, verwundbaren Code weiter.
Upload-Fortschritt für Sitzungen abschalten (session.upload_progress.enabled = 0), Anfragegrößen begrenzen, den Zugriff auf bekannte Adressen oder per VPN einschränken. Das ersetzt das Update nicht.
Unbekannte PHP-Dateien im Webverzeichnis, neue Administrator-Konten, geänderte Cronjobs und ungewöhnliche ausgehende Verbindungen sind Warnsignale.
Die Lücken erlauben auch das Auslesen von Arbeitsspeicher. Kennwörter, API-Schlüssel und Datenbank-Zugänge, die PHP verwendet, sollten nach dem Update erneuert werden.
Unsere Unterstützung
Sofort
Wir sehen uns Ihren Server an, schließen die Lücke und prüfen, ob bereits jemand eingedrungen ist.
Laufend
Die nächste Lücke kommt bestimmt. Mit der laufenden Pflege ist Ihr Server dann schon aktualisiert, bevor Angreifer zum Zug kommen.
Für Linux-Server mit PHP – im eigenen Haus, im Rechenzentrum oder bei einem Hoster. Wie die monatliche Übersicht aussieht, zeigt unser Muster-Monatsbericht.
Häufige Fragen
Bei klassischem Webhosting spielt in der Regel der Hoster das PHP-Update ein. Fragen Sie nach, ob das bereits passiert ist. Bei einem eigenen Server, einem virtuellen Server oder einem Root-Server sind Sie selbst für das Update verantwortlich.
Eine Web Application Firewall kann bekannte Angriffsmuster abfangen und Zeit verschaffen. Angreifer versuchen bereits, solche Filter zu umgehen. Das einzige vollständige Gegenmittel ist das PHP-Update.
Diese Versionen erhalten vom PHP-Projekt keine regulären Sicherheitsupdates mehr. Hier helfen nur Übergangsmaßnahmen und ein geplanter Umstieg auf eine unterstützte Version. Wir übernehmen den Umstieg einschließlich Test der Anwendung.
Typische Anzeichen sind unbekannte PHP-Dateien im Webverzeichnis, neue Benutzerkonten, geänderte Cronjobs, Spam-Versand und ungewöhnlich hohe Auslastung. Ein Teil davon ist ohne Fachkenntnis kaum sichtbar – wir prüfen das im Sofort-Check.
Ja. Wir betreuen Linux-Server mit PHP unabhängig davon, wo sie stehen – im eigenen Haus, im Rechenzentrum oder bei einem Hoster. Die Arbeit erfolgt per Fernzugriff, österreichweit.
Bereits angegriffen?
Auffällige Dateien, Spam-Versand oder ein Server, der nicht mehr reagiert: Rufen Sie unsere Notfall-Hotline an – rund um die Uhr, auch wenn Sie noch nicht von uns betreut werden.
Stand: 22. Oktober 2026. Grundlage sind die Sicherheitshinweise des PHP-Projekts und Veröffentlichungen von Sicherheitsforschern. Wir aktualisieren diese Seite, sobald sich die Lage ändert. Alle aktuellen Sicherheitswarnungen