Angriffe und Betrug

Wiper-Malware

Schadsoftware, die Daten unwiederbringlich löscht oder zerstört, ohne dass ein Lösegeld die Rettung ermöglichen würde.

Ein Wiper (vom englischen „to wipe“, wischen) hat nur eine Aufgabe: Daten vernichten. Er überschreibt Dateien, zerstört die Startbereiche von Festplatten oder macht ganze Systeme unbrauchbar. Anders als bei Ransomware gibt es keinen Schlüssel, den man kaufen könnte. Was gelöscht ist, bleibt verloren.

Manche Wiper tarnen sich als Erpressungssoftware und zeigen eine Lösegeldforderung an, obwohl eine Wiederherstellung gar nicht vorgesehen ist. Eingesetzt werden sie vor allem zur Sabotage, bei politisch motivierten Angriffen oder um Spuren zu verwischen. Betriebe können dabei als Zufallsopfer in die Schusslinie geraten, etwa wenn sich ein Wiper über gemeinsam genutzte Software oder Netzwerkverbindungen ausbreitet.

Im Ernstfall hilft nur eine Datensicherung, die der Angreifer nicht erreichen konnte. Ein unveränderbares Backup oder eine Kopie außer Haus ist daher der eigentliche Rettungsanker. Ebenso wichtig ist ein Notfallplan, der beschreibt, in welcher Reihenfolge die Systeme neu aufgebaut werden.

Für Ihren Betrieb

Überlegen Sie, wie lange Ihr Betrieb bräuchte, wenn alle Rechner und Server gleichzeitig leer wären. Wissen Sie es nicht, ist ein Wiederherstellungstest der nächste Schritt.

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