Schutz und Abwehr

Härtung

Härtung bedeutet, Systeme auf das Nötige zu beschränken und unsichere Voreinstellungen abzuschalten, damit Angreifer weniger Angriffsfläche finden.

Neue Geräte und Programme kommen meist mit Einstellungen, die bequem sind, aber nicht sicher. Dienste laufen, die niemand braucht, alte Protokolle sind aktiv, Standardpasswörter sind gesetzt. Härtung heißt, diese Voreinstellungen gezielt zu überprüfen und alles abzuschalten oder abzusichern, was nicht gebraucht wird.

Man kann es mit einem Haus vergleichen: Jede Tür und jedes Fenster ist ein möglicher Einstieg. Wer Kellerfenster zumauert, die er nie öffnet, muss weniger bewachen. Bei einem Server bedeutet das zum Beispiel: unnötige Rollen entfernen, veraltete Verschlüsselung deaktivieren, Makros in Office-Dokumenten aus dem Internet blockieren und die Verwaltung nur aus dem internen Netz erlauben.

Gehärtet werden Server, PCs, Netzwerkgeräte, Drucker und auch Cloud-Konten. Dafür gibt es anerkannte Empfehlungen und Prüflisten, an denen man sich orientieren kann. Änderungen sollten getestet werden, damit die Branchensoftware danach noch funktioniert.

Härtung ist keine einmalige Aktion. Nach Updates oder neuen Programmen gehört geprüft, ob die Einstellungen noch passen. Sie ergänzt Patch-Management und das Prinzip der minimalen Rechte.

Für Ihren Betrieb

Fragen Sie, ob auf Ihren Geräten noch Standardpasswörter oder ungenutzte Dienste aktiv sind, etwa bei Druckern, Routern oder der Telefonanlage. Dort wird Härtung am häufigsten vergessen.

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