Sicherheitswarnungen · 31. Oktober 2026
Unbekannte haben Buchungsdaten aus dem Umfeld des Buchungssystems Deskline abgerufen. Gäste erhalten nun täuschend echte WhatsApp-Nachrichten zu ihrer Buchung, die auf Bezahl- und Kartendaten abzielen.
Worum es geht
Viele Tourismusverbände und Unterkünfte in Österreich nehmen Buchungen über das System Deskline des Tiroler Anbieters feratel entgegen. Laut feratel haben Unbekannte die Zugangsdaten eines Schnittstellen-Partners über ein Drittsystem erlangt und damit Buchungsdaten abgefragt. Betroffen sind Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Reisezeitraum und gebuchte Unterkunft. Kartendaten wurden nach Angaben des Herstellers nicht abgerufen. Hinweise auf einen Einbruch in die eigenen Systeme gibt es laut feratel nicht. Die Untersuchung mit externen Forensikern läuft noch.
Mit diesen Daten schreiben Betrüger Gäste per WhatsApp an und geben sich als deren Unterkunft aus. Weil Name, Termin und Haus stimmen, wirken die Nachrichten glaubwürdig. Angeblich muss die Buchung bestätigt oder eine Zahlung nachgeholt werden. Der mitgeschickte Link führt auf eine gefälschte Seite, die Kreditkarten- oder Bankdaten abfragt.
Nach Medienberichten betrifft das Buchungen in mehreren Bundesländern. Die Datenschutzbehörde wurde informiert. Für Vermieter ist das doppelt unangenehm: Die eigenen Gäste werden betrogen, und der Ärger landet meist bei der Unterkunft.
Was jetzt zu tun ist
Gäste mit kommenden Anreisen aktiv informieren, dass die Unterkunft keine Zahlungs- oder Kartendaten per WhatsApp oder über Links anfordert.
Im Deskline ExpertClient den von feratel bereitgestellten Bericht zu möglicherweise betroffenen Buchungen aufrufen und diese Gäste gezielt warnen.
Mitarbeiter an Rezeption und Telefon kurz einweisen, damit sie Rückfragen von Gästen richtig beantworten.
Die Mehrfaktor-Anmeldung für WebClient und ExpertClient einschalten und Kennwörter für das Buchungssystem ändern.
Gästen empfehlen, verdächtige Nachrichten nicht zu beantworten, den Absender zu blockieren und bei der Unterkunft über die bekannte Telefonnummer nachzufragen.
Hat ein Gast bereits Kartendaten eingegeben: sofort die Karte bei der Bank sperren lassen und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Unterstützung
Wir prüfen Ihre Systeme, spielen die Updates ein und suchen nach Spuren eines Angriffs. Sie bekommen eine klare Antwort: betroffen oder nicht. Betreuungskunden müssen nichts tun, wir kümmern uns bereits darum.
Veröffentlicht am 31. Oktober 2026. Grundlage: ORF Steiermark · Heute · Borns IT-Blog. Von uns in eigenen Worten zusammengefasst; verbindlich sind die Hinweise des Herstellers. Alle Sicherheitswarnungen
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