Sicherheitswarnungen · 26. Oktober 2026
Angreifer überfluten Postfächer mit Spam und melden sich danach als angeblicher IT-Support über Teams. Wer ihnen Fernzugriff gibt, riskiert Datendiebstahl und Verschlüsselung durch Erpressersoftware.
Worum es geht
Die Sicherheitsfirma Arctic Wolf hat hunderte Fälle einer Masche ausgewertet, die nach wie vor häufig ist. Zuerst landen in kurzer Zeit sehr viele Newsletter-Anmeldungen und Bestätigungsmails im Postfach eines Mitarbeiters. Kurz darauf schreibt oder ruft ein angeblicher IT-Support über Teams an und bietet Hilfe an. Das Konto stammt von einer fremden, oft frisch angelegten Microsoft-365-Umgebung, der Anzeigename klingt nach Helpdesk.
Im Gespräch überreden die Täter den Mitarbeiter, ein reguläres Fernwartungsprogramm wie Quick Assist zu starten. Danach sehen sie sich im Netz um, arbeiten sich zu den zentralen Servern vor, stehlen Daten und verschlüsseln schließlich die Systeme. Die Sicherheitsfirma Sophos hat dieselbe Vorgehensweise schon im Sommer beschrieben, in mehreren Fällen kam die Erpressersoftware Chaos zum Einsatz.
Die Masche braucht keine technische Lücke, sondern nutzt die Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter. Teams lässt in vielen Firmen Nachrichten von fremden Organisationen ohne Einschränkung zu.
Was jetzt zu tun ist
Allen Mitarbeitern sagen: Die eigene IT meldet sich nie unaufgefordert über einen Teams-Chat von außen, und Fernzugriff wird nur nach Rückruf unter einer bekannten Nummer gewährt.
Im Teams Admin Center den Chat mit externen Organisationen abschalten oder auf eine Liste bekannter Partnerdomänen beschränken.
Prüfen, welche Fernwartungsprogramme im Unternehmen erlaubt sind, und Quick Assist sowie nicht genutzte Programme auf den Arbeitsplätzen sperren.
Plötzliche Spam-Fluten im Postfach als Warnzeichen behandeln und der IT melden, statt auf angebotene Hilfe einzugehen.
Bei Verdacht den betroffenen Rechner vom Netz trennen, das Kennwort des Mitarbeiters ändern und die Anmeldungen der letzten Tage prüfen lassen.
Unterstützung
Wir prüfen Ihre Systeme, spielen die Updates ein und suchen nach Spuren eines Angriffs. Sie bekommen eine klare Antwort: betroffen oder nicht. Betreuungskunden müssen nichts tun, wir kümmern uns bereits darum.
Veröffentlicht am 26. Oktober 2026. Grundlage: The Hacker News · Cybersecurity Dive. Von uns in eigenen Worten zusammengefasst; verbindlich sind die Hinweise des Herstellers. Alle Sicherheitswarnungen
Passend dazu