Sicherheitswarnungen · 1. Oktober 2026
Über präparierte Webanfragen lassen sich auf FortiMail-Geräten beliebige Dateien ablegen – ohne Benutzerkonto. Die Lücke wurde schon vor dem Update ausgenutzt.
Worum es geht
FortiMail filtert in vielen Unternehmen den gesamten E-Mail-Verkehr. Ein Fehler in der Funktion für verschlüsselte E-Mails (Identity-Based Encryption) erlaubt es, mit manipulierten Pfadangaben Dateien an beliebiger Stelle im System abzulegen. Daraus wird schnell die vollständige Kontrolle über das Gerät.
Fortinet bestätigt Angriffe, bei denen Hintertüren installiert und Systemdateien verändert wurden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung standen noch nicht für alle Versionen Korrekturen bereit – umso wichtiger sind die Übergangsmaßnahmen.
Was jetzt zu tun ist
Im Fortinet-Portal prüfen, ob die korrigierte Version für Ihren Zweig verfügbar ist, und sie sofort einspielen.
Bis dahin die Funktion Identity-Based Encryption deaktivieren, sofern sie nicht benötigt wird.
Die Verwaltungsoberfläche nicht aus dem Internet erreichbar machen, sondern nur aus dem internen Netz.
Das Gerät auf unbekannte Dateien und veränderte Systemdateien prüfen lassen – die Indikatoren veröffentlicht Fortinet in seinem Sicherheitshinweis.
Bei Verdacht auf Einbruch das Gerät neu aufsetzen und alle Zugangsdaten erneuern.
Unterstützung
Wir prüfen Ihre Systeme, spielen die Updates ein und suchen nach Spuren eines Angriffs. Betreuungskunden müssen nichts tun – wir kümmern uns bereits darum.
Veröffentlicht am 1. Oktober 2026. Grundlage: The Hacker News · Field Effect. Zusammengefasst in eigenen Worten; maßgeblich sind die Hinweise des Herstellers. Alle Sicherheitswarnungen