Sicherheitswarnungen · 23. Oktober 2026

LagebildHochWird angegriffenFortinet FortiGate und FortiWeb, Palo Alto Networks GlobalProtect und PAN-OS

Einbrüche über Fortinet- und Palo-Alto-Firewalls: Zugangsdaten abgegriffen

Eine Angreifergruppe dringt über bekannte Lücken und erratene Kennwörter in Firewalls und VPN-Zugänge ein, stiehlt Zugangsdaten und bereitet so Erpressungsangriffe vor.

Worum es geht

Fortinet FortiGate und FortiWeb, Palo Alto Networks GlobalProtect und PAN-OS

Die Sicherheitsfirmen Group-IB und NyxLab haben eine Angriffsserie untersucht, die seit Ende 2025 läuft. Die Angreifer nutzen bekannte Lücken in FortiWeb und in PAN-OS bzw. Prisma Access, probieren aber auch einfach gängige Benutzernamen und Kennwörter an den VPN-Zugängen aus. Ist die Firewall geknackt, lesen sie dort und im Benutzerverzeichnis Zugangsdaten aus.

Danach bewegen sie sich im Firmennetz weiter, richten sich mit regulären Fernwartungsprogrammen dauerhaft ein und kopieren Daten zu Cloud-Speichern. Die Forscher gehen davon aus, dass die Gruppe Zugänge an Erpresserbanden weitergibt. Ein Teil der betroffenen Firmen sitzt in Europa.

Behoben

  • Korrigierte Versionen laut den Sicherheitshinweisen von Fortinet und Palo Alto Networks

Was jetzt zu tun ist

Die nächsten Schritte.

  1. 01

    Firewall und VPN-Gateway auf die aktuelle, vom Hersteller als korrigiert ausgewiesene Version bringen.

  2. 02

    Für jeden VPN-Zugang und die Verwaltungsoberfläche die Mehrfaktor-Anmeldung einschalten und Standard- oder Testkonten löschen.

  3. 03

    Die Verwaltungsoberfläche der Firewall nicht aus dem Internet erreichbar machen.

  4. 04

    Die VPN-Protokolle auf viele fehlgeschlagene Anmeldungen und Anmeldungen aus ungewöhnlichen Ländern prüfen.

  5. 05

    Im Netz nach Fernwartungsprogrammen suchen, die niemand bewusst installiert hat, zum Beispiel MeshCentral, Atera oder AnyDesk.

  6. 06

    Bei Verdacht alle Kennwörter von Firewall, VPN und Benutzerverzeichnis erneuern.

Unterstützung

Unsicher, ob Sie betroffen sind?

Wir prüfen Ihre Systeme, spielen die Updates ein und suchen nach Spuren eines Angriffs. Sie bekommen eine klare Antwort: betroffen oder nicht. Betreuungskunden müssen nichts tun, wir kümmern uns bereits darum.

Prüfung anfragen Bereits angegriffen? Notfall-Hotline +43 680 1245 174

Veröffentlicht am 23. Oktober 2026. Grundlage: The Hacker News · SecurityOnline · Group-IB. Von uns in eigenen Worten zusammengefasst; verbindlich sind die Hinweise des Herstellers. Alle Sicherheitswarnungen