Sicherheitswarnungen · 29. Oktober 2026

LagebildKritischWird angegriffenCode-Editor Cursor, Erweiterung „Claude Code“ (Anthropic.claude-code) aus dem Cursor-Marktplatz

Cursor: Manipulierte Claude-Code-Erweiterung hat Entwickler-PCs eine Hintertür eingebaut

Über den Erweiterungs-Marktplatz des Code-Editors Cursor wurde am 29. Oktober eine manipulierte Fassung der Erweiterung Claude Code verteilt. Sie richtete auf Windows- und Mac-Rechnern einen versteckten Fernzugang ein.

Worum es geht

Code-Editor Cursor, Erweiterung „Claude Code“ (Anthropic.claude-code) aus dem Cursor-Marktplatz

Cursor ist ein Code-Editor auf Basis von Visual Studio Code, der in vielen Softwarefirmen und IT-Abteilungen genutzt wird. Erweiterungen bezieht er aus einem eigenen Marktplatz. Der Hersteller Cursor hat selbst mitgeteilt, dass dort am 29. Oktober etwa elf Stunden lang die Versionen 2.1.312 und 2.1.313 der Erweiterung Claude Code in einer veränderten Fassung angeboten wurden. Diese Fassungen stammen laut Cursor nicht von Anthropic, dem Hersteller von Claude Code. Die Fassungen in anderen offiziellen Bezugsquellen sind nach bisherigem Stand nicht betroffen.

Der eingeschleuste Programmcode sammelte Angaben zum Rechner, etwa Benutzername, Rechnername, öffentliche IP-Adresse und die Namen von Umgebungsvariablen. Außerdem versuchte er, einen fremden SSH-Schlüssel zu hinterlegen und eine dauerhafte Verbindung zu einem Server der Angreifer aufzubauen. Über diese Verbindung hätten die Angreifer den Rechner aus der Ferne bedienen können. Damit das nach einem Neustart weiterläuft, legte er unter macOS einen Startdienst und unter Windows eine geplante Aufgabe an.

Cursor hat die manipulierten Versionen noch am selben Tag entfernt, den Marktplatz neu aufgebaut und die eigenen Schlüssel erneuert. Der Server der Angreifer ist inzwischen nicht mehr erreichbar. Der Hersteller weist aber darauf hin, dass das bloße Deinstallieren der Erweiterung den eingerichteten Fernzugang nicht entfernt. Betroffene Rechner müssen deshalb gezielt geprüft und bereinigt werden.

Betroffen

  • Claude Code 2.1.312 und 2.1.313 für Windows und macOS, wenn sie am 29. Oktober 2026 zwischen etwa 10:27 und 21:35 Uhr (österreichische Zeit) aus dem Cursor-Marktplatz installiert oder aktualisiert wurden

Behoben

  • Manipulierte Versionen am 29. Oktober aus dem Cursor-Marktplatz entfernt, bereinigte Rechner brauchen eine saubere aktuelle Version

Was jetzt zu tun ist

Die nächsten Schritte.

  1. 01

    Nachfragen, wer im Unternehmen den Editor Cursor mit der Erweiterung Claude Code verwendet, und welche Version am 29. Oktober installiert war.

  2. 02

    Auf diesen Rechnern die Prüfung aus der Sicherheitsmitteilung von Cursor durchführen: Gesucht wird ein SSH-Schlüssel mit der Bezeichnung „svc-telemetry“ sowie die dort genannten Dateien, Startdienste und geplanten Aufgaben.

  3. 03

    Bei einem Treffer den Rechner vom Netz trennen und mit den Bereinigungsskripten von Cursor säubern oder besser neu aufsetzen.

  4. 04

    Alle Kennwörter, Zugangsschlüssel und Tokens, die auf dem betroffenen Rechner verwendet wurden, von einem sauberen Gerät aus erneuern, etwa für Cloud-Dienste, Git-Konten und Server.

  5. 05

    Grundsätzlich festlegen, welche Editor-Erweiterungen erlaubt sind, und automatische Aktualisierungen von Erweiterungen auf Entwicklerrechnern bewusst steuern.

Unterstützung

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Wir prüfen Ihre Systeme, spielen die Updates ein und suchen nach Spuren eines Angriffs. Sie bekommen eine klare Antwort: betroffen oder nicht. Betreuungskunden müssen nichts tun, wir kümmern uns bereits darum.

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Veröffentlicht am 29. Oktober 2026. Grundlage: Cursor (Sicherheitsmitteilung) · heise online · StepSecurity · Socket · SecurityWeek. Von uns in eigenen Worten zusammengefasst; verbindlich sind die Hinweise des Herstellers. Alle Sicherheitswarnungen