Sicherheitswarnungen · 28. Oktober 2026

HochWird angegriffenCisco Secure Firewall ASA und FTD

Cisco ASA und FTD: Angreifer bringen Firewalls über den VPN-Zugang zum Absturz

Eine Lücke im SSL-VPN von Cisco-Firewalls wird bereits ausgenutzt: Ohne Anmeldung lässt sich das Gerät zum Neustart zwingen. Betroffen sind Geräte, bei denen eine zweite Anmeldestufe für den VPN-Zugang eingerichtet ist.

Worum es geht

Cisco Secure Firewall ASA und FTD

Cisco hat am 28. Oktober Updates für die Firewall-Software ASA und Firepower Threat Defense (FTD) veröffentlicht. Der Fehler steckt im SSL-VPN, über das Mitarbeiter von außen ins Firmennetz kommen. Ist für eine Verbindungsgruppe eine zweite Anmeldestufe (Secondary Authentication) eingerichtet, kann ein Angreifer aus dem Internet das Gerät mit präparierten Anfragen zum Neustart bringen. Ein gültiges Konto braucht er dafür nicht.

Daten werden dabei nach bisherigem Stand nicht gestohlen. Die Folge ist aber ein Ausfall: Während des Neustarts sind Internetzugang, VPN und alle Verbindungen über die Firewall unterbrochen. Wiederholte Angriffe können ein Unternehmen so längere Zeit lahmlegen.

Cisco hat nach eigenen Angaben im Oktober Angriffe über diese Lücke festgestellt, aber keine Details zu Umfang oder Tätern genannt. Eine vollständige Umgehung ohne Update gibt es nicht, nur eine Notlösung, die die zweite Anmeldestufe abschaltet und damit den VPN-Zugang schwächer absichert.

Betroffen

  • Cisco Secure Firewall ASA Software mit aktiviertem SSL-VPN (webvpn) und Secondary Authentication in mindestens einer Tunnel Group
  • Cisco Secure Firewall Threat Defense (FTD) Software mit Remote Access VPN und derselben Konfiguration

Behoben

  • ASA 9.16.4.104, 9.18.4.96, 9.20.4.50, 9.22.3.200, 9.23.1.48, 9.24.1.27 bzw. 9.24.10.1
  • FTD 7.0.11, 7.2.13, 7.4.9, 7.6.7, 7.7.14, 10.0.3 bzw. 10.1.1

Was jetzt zu tun ist

Die nächsten Schritte.

  1. 01

    Prüfen, ob im Unternehmen eine Cisco ASA oder FTD mit SSL-VPN (AnyConnect bzw. Secure Client) im Einsatz ist.

  2. 02

    In der Konfiguration nachsehen, ob eine Tunnel Group, auch DefaultWEBVPNGroup, den Eintrag secondary-authentication-server-group enthält.

  3. 03

    Die Firewall-Software auf eine der genannten korrigierten Versionen aktualisieren, am besten außerhalb der Arbeitszeit.

  4. 04

    Ist ein Update nicht sofort möglich, die von Cisco beschriebene Notlösung umsetzen und das Update so bald wie möglich nachholen.

  5. 05

    Die Protokolle der Firewall auf unerwartete Neustarts in den letzten Wochen prüfen.

Unterstützung

Unsicher, ob Sie betroffen sind?

Wir prüfen Ihre Systeme, spielen die Updates ein und suchen nach Spuren eines Angriffs. Sie bekommen eine klare Antwort: betroffen oder nicht. Betreuungskunden müssen nichts tun, wir kümmern uns bereits darum.

Prüfung anfragen Bereits angegriffen? Notfall-Hotline +43 680 1245 174

Veröffentlicht am 28. Oktober 2026. Grundlage: Cisco Security Advisory · The Hacker News · BleepingComputer. Von uns in eigenen Worten zusammengefasst; verbindlich sind die Hinweise des Herstellers. Alle Sicherheitswarnungen